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Kategorie: Ausbeutung

Unternehmensmanager 2011

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Wikileaks und Informationsfreiheit

Es hat wohl nicht nur mich in letzter Zeit gewundert, wieso WikiLeaks denn nur einen kleinen Bruchteil der US Depeschen im Internet veröffentlicht, während die großen Zeitungen, wie der Guardian oder Spiegel, alle Daten zugespielt bekomme hat.

Auch wenn ich als einzige Gazette den Guardian für seine ehrliche Berichterstattung schätze, so verstehe ich in keiner Weise, wieso das ehemalige Nachrichtenmagazin mit in die Auswahl einbezogen wurde.
Dies hat nun zur Folge, dass andere Zeitungen nun Millionenbeträge überweisen, um an nicht veröffentlichtest Material zu kommen. Dieses Handeln widerstrebt eigentlich den Grundsätzen der Internetaktivisten.

Nun hat die norwegische Zeitung Aftenposten dank eines Lecks bei WikiLeaks es geschafft, eine Viertel Million geheimer US Depeschen von der Plattform runterzuladen.
Interessant sind nun die Reaktionen von Julian Assange, welcher sich jedes mal als Peter Pan der Informationsfreiheit darstellt.

Wie die Zeitung schreibt, ist Assange, der zurzeit in London weilt, darüber mehr als erzürnt: Er sei «bei Telefonaten – diplomatisch ausgedrückt – fuchsteufelswild über das Leck im Leck gewesen», so «Aftenposten». Assange wirft der Zeitung konkret vor, sich nicht wie die anderen Medien an die Spielregeln zu halten.

Das ist ja schlimmer als im Kindergarten. Da sieht man mal, wohin so ein Personenkult hinführen kann.

Erfreulicher Weise hat es nun OpenLeaks endlich geschafft, online zugehen. Wer von OpenLeaks noch nichts gehört hat, dem empfehle ich dieses Interview vom Freitag mit Daniel Domscheit-Berg zu lesen.

Dominoeffekt

Es ist doch nun erstaunlich zu betrachten, wie wankelmütig die Medien in unserem Land sind. Noch vor Jahren haben sie kaum negatives über die arabischen Herrschaftsregime geschrieben, es sei denn es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Ansonsten kam immer das übliche Blabla über die Despoten wenn sie mal nicht nach der Pfeife der westlichen Regierungen getanzt haben. Hauptsache man kann da drüben an den Küsten Urlaub machen, wo der arbeitslose Pöbel sich nicht blicken lässt und günstig Bodenschätze erwerben.

Und nun wird von gemeinen Diktatoren geschwafelt, „Poströmische Dekadenz“ höre ich Westerwelle demnächst in den Volksverblödern schreien. Die Ben Alis sind nun weg und der Rest der verbliebenen Regierung überlegt schon, was sie denn vorlügen können um sich an der Macht zu erhalten, während die Polizei die Protestierer weiterhin nach westlichem Vorbild mit Tränengas und Knüppeln demokratisiert. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Lage da unten entwickeln wird.

 

Dominoeffekt

Innerhalb kurzer Zeit hat der Zorn über die fatalen Verhältnisse der Bevölkerungen seinen Weg über die Grenzen Tunesiens zu den benachbarten Ländern gefunden. Mittlerweile rumort es schon in Algerien, Ägypten, Jordanien, Libanon und sogar im Yemen.

Interessant wird es speziell in Ägypten, welches enge Beziehungen zu den USA und Israel pflegt und auch schon mal den Mund hält, wenn Israel gegen Gaza intervenieren muss. Nicht um sonst konnte sich Hosni Mubarak so lange in Ägypten halten. Freunde helfen Freunden schon mal eben aus. Da wundert es einen nicht, wenn das Zionistenpack in der israelischen Regierung nun weiche Beine kriegt, wenn das ganze pro israelische Konstrukt um sie herum zusammenfällt. Es gefährdet eben die wirtschaftlichen Interessen.

In Ägypten sind nun mittlerweile 35 Todesopfer zu beklagen. Angefangen hat es mit dem Tot eines Protestierers auf offener Straße. Im Video ist dies gleich zu Anfang zusehen.

Vor wenigen Tagen wurde sogar der früherer Generaldirektor der IAEA Mohammed el Baradei in Ägypten festgenommen. Er ist in sein Heimatland zurückgekehrt um an den Protesten teilzunehmen. Seine Bodyguards wurden daraufhin von der Polizei niedergeknüppelt und er in sein Haus gebracht, wo er nun unter Hausarrest sitzt. Daraufhin wurde in Ägypten nun auch noch das Internet gekappt und der SMS Dienst der Mobilfunknetze eingestellt.

Ich bin dann mal gespannt wie sich das nun entwickeln wird in den nächsten Wochen. WikiLeaks hat sich nun auch aus der Versenkung gemeldet und gleich mal einen Haufen US-Depeschen über Ägypten veröffentlicht. Frei nach dem Motto Öl ins Feuer kippen.

Kontraktfertiger

Wegen eines Referates beschäftige ich mich zur Zeit in der Uni mit Kontraktfertigern in der globalisierten Arbeitsteilung. Ich hatte eigentlich erst nach Fertigstellung dessen vor, darüber einen Artikel zu schrieben, oder einfach das Referat hier reinzustellen, aber nachdem ich den Film Blue Elephants gesehen habe, konnte ich mich vor lauter Brechreiz nicht mehr davon abhalten, dieses Thema kurz vorzustellen.

https://i0.wp.com/www.netzwelt.de//images/article/2011/elektrozulieferer-foxconn-sorgt-negative-schlagzeilen-bild-foxconn4175.png

Da ich nun im Bezug auf die Computerbranche recherchiert habe, welche, wen würde das eigentlich noch wundern, auf maximale Profitmaximierung aus ist, kam dabei das volle Spektrum neoliberaler Wirtschaftspolitik zum Vorschein.

Um es kurz zu fassen, Kontraktfertiger sind Fertigungsdienstleister, welche Produkte im Auftrag von Markenherstellern herstellen, ohne dem Käufer gegenüber als Hersteller in Erscheinung zu treten.
Als bestes Beispiel ist aktuell Foxconn zu nennen. Der taiwanesische Kontraktfertiger hat seit einigen Monaten cirka ein Dutzend Suizide zu beklagen. Foxconn, so wie auch deren direkter Konkurrent Solectron beschäftigen in Südostasien tausende Wanderarbeiter aus anderen asiatischen Ländern, welche für einen Hungerlohn an 6 Tagen die Woche 12 Stunden pro Tag arbeiten müssen und dabei kaum bis keine Arbeiterrechte genießen. Gewerkschaftliche Verhältnisse sind so gut wie nicht vorhanden.
Das Prinzip in dieser Branche ist eigentlich recht simpel. Apple verhandelt mit Foxconn zum Beispiel die Konditionen bei der Produktion des neuen iPad2 aus. Das Gerät darf sagen wir mal im Verkauf nicht teurer als 500$ sein. Apple setzt anhand dieses Beispiels für sich einen Gewinn von $250 pro verkauftes Produkt vorraus. Somit muss nun Foxconn zusehen, dass es als Fertigungsunternehmen für das iPad die Kosten für die komplette Produktion, u.a. Materialien, Energie, Löhne etc., so niedrig drückt, dass es dabei für sich selbst noch einen höchstmöglichen Gewinn herausholt.

Auf der Strecke bleiben, wie könnte es anders sein, vor allem die Mitarbeiter, welche vom dem was sie verdienen, kaum etwas haben. Um dies zu verdeutlichen, solltet Ihr euch den unten beigefügten Film anschauen, der sich mit der Situation der Arbeiter befasst.

ZEITGEIST MOVING FORWARD

Der Zeitpunkt ist gekommen, auf den viele gewartet haben. Zeitgeist – Moving Forward ist mit einem Tag verspätung auf Youtube gelandet. Viel Spaß beim gucken!

elendes Verbrecherpack

Vor einiger Zeit habe ich im öffentlich Rechtlichem einen Zeichentrickfilm für Kinder gesehen, wo es von der Besiedelung Amerikas durch die Europäer handelte.

Dort verhandelte der Offizier, oder wer auch immer in der Handlung den Unterhändler sein sollte, mit dem Häuptling des Indianerstammes um deren Land. Da fragte ihn der Indianerhäuptling wie er auf die Idee käme, etwas, was allen Menschen gehöre, das Land in dem Fall kaufen zu können. Er könnte ja auch so gut das Wasser, oder die Luft die alle atmen abkaufen wollen. Der Fremdling lachte und gab dem Häuptling Alkohol.
Die Indianer kannten vor Hunderten von Jahren noch keine Wirtschaftsmodelle…

Aktuell haben wir das Problem, dass es nur gut betuchten vorbehalten ist, Land zu kaufen.
Aber was ist mit dem Wasser? Man ist sich ja dessen bewusst, dass Firmen wie Coca Cola zum Beispiel es in Indien durch Korruption geschafft haben, Regenwasser-Auffanganlagen zuinstallieren und Grundwasser massiv anzuzapfen und somit das dortige Wasserreservoir zu zerstören. Welche folgen dieser kommerzielle Vandalismus hatte, brauch an dieser Stelle wohl nicht weiter erklärt werden.

Nun gibt es in Berlin demnächst auch ein spannendes Vorhaben, von dem ich in den Medien bis dato nichts mitbekommen habe. Am Sonntag, dem 13. Februar 2011, findet ein Volksentscheid über die Offenlegung der Teilprivatisierungsverträge bei den Berliner Wasserbetrieben statt.

Alle bestehenden und künftigen Verträge, Beschlüsse und Nebenabreden im Zusammenhang mit der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe sind mit Ausnahme personenspezifischer Daten vorbehaltlos offen zu legen. Sie bedürfen einer eingehenden öffentlichen Prüfung und Aussprache unter Hinzuziehung von unabhängigen Sachverständigen und der Zustimmung des Abgeordnetenhauses von Berlin. Sie sind unwirksam, wenn sie nicht im Sinne dieses Gesetzes abgeschlossen und offen gelegt werden.

Was heißt das nun eigentlich genau? Und vor allem, seit wann sind denn die Wasserbetriebe teilprivatisiert und unter welchen Konditionen?

Autoverkäufer verkaufen Autos, Versicherungsvertreter Versicherungen. Und Volksvertreter? – Stanislaw Jerzy Lec

Da kriegt man doch wieder unaufhaltsamen Brechreiz, wenn man sich der Fakten über den Geheimvertrag bewusst wird. Und wer von euch Veolia nicht kennt, dem sei hier der Trailer von Water Makes Money empfohlen. Den Film gibt es zur Zeit nicht gratis im Netz. Vielleicht ändert sich das bald, dann stell ich den hier mal rein.

Also tut euch selber den Gefallen und verbreitet die Nachricht und den Film an eure Freunde und Verwandte, Familie und Kollegen. Lassen wir Berlin nicht auch noch in der Wasserversorgung vor die Hund gehen, also nehmt euch die zwanzig Minuten am Sonntag und geht abstimmen.

Die SPD hat in den letzten Jahren jedes Vertrauen verspielt

Das Warten ist die grausamste Vermengung von Hoffnung und Verzweiflung, durch die eine Seele gefoltert werden kann.
Sully Prudhomme

Ein schon etwas älterer Artikel, den ich heute nachdem Mittagessen gefunden und gelesen habe. Der Kontext hat mich an eine Unterhaltung mit meinem saarländischen Kommilitonen erinnert, mit dem ich vor zwei Jahren auf unserer Fahrt ins ländliche Saarland gestritten habe, ob es denn Sinn macht in eine Partei einzutreten – SPD, oder die Linke in dem Fall – und sich die Arbeit zu machen etwas, wenn auch nur im Mikrobereich, verändern zu wollen. Ich vertritt, wie ich es auch heute noch immer tue, den Standpunkt, dass es dort nur von machthungrigen Geiern wimmelt, welche die Basis nur mitmischen lassen, wenn man sich der Klientelpolitik (der SPD) verschreibt.

Aber das nur nebenbei. Hier einige Auszüge des Textes, ich hoffe ihr nehmt euch die Zeit und lest ihn euch bei Gelegenheit mal durch.

Nach der Bundestagswahl

Direkt nach der Bundestagswahl habe ich einen 13-Punkte-Plan für die SPD veröffentlicht (für diesen Artikel aktualisiert und redigiert). Zugegeben, an der einen oder anderen Stelle zugespitzt, doch der Zuspruch, den ich (auch aus der SPD) bekommen habe, bestärkt mich in der Ansicht, dass er durchaus als Diskussionsgrundlage dienen kann:

1. Bekenntnis: Die SPD steht links der Mitte

Die SPD muss sich endlich wieder dazu bekennen, dass sie links der Mitte steht. In der sagenumwobenen Mitte ist neben der Union kein Platz. Die SPD hat sich zu einer kümmerlichen Kopie der CDU entwickelt. Die Menschen wünschen sich aber keine Kopie von CDU/CSU, sie erwarten zu Recht eine Alternative. 1998 ist die SPD nicht wegen der Neuen Mitte gewählt worden, sondern weil die Menschen Helmut Kohl abgewählt haben, und Gerhard Schröder einen charismatischen Gegenpart darstellte. Der Begriff links muss endlich wieder eine positive Bedeutung für die Menschen bekommen und darf nicht länger den konservativen Medien als Schimpfwort überlassen werden. Links sein bedeutet Menschlichkeit, sich mit den Sorgen und Nöten der Menschen auseinanderzusetzen und die Schwachen zu unterstützen. Links sein bedeutet in erster Linie Mensch sein. Das bürgerliche Lager ist konservativ und altbacken. Links liegt die Zukunft der Menschen.

2. Rücktritt des Schröder-Clans

Die existentielle Krise der SPD hat prominente Gesichter. An vorderster Front stehen heute als Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier und Olaf Scholz als Hamburger SPD-Chef. Diese zwei Personen müssen sofort von ihren Ämtern zurücktreten, wie schon Gerhard, Schröder, Franz Müntefering und Peer Steinbrück. Die Wählerinnen und Wähler vertrauen ihnen nicht mehr. Mit diesen Gesichtern werden die Rente mit 67, die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze verbunden. Die genannten Personen stehen für den Verrat an der Sozialdemokratie. Will die SPD einen glaubhaften Neuanfang wagen, muss mit den handelnden Personen der Schröder-Ära gebrochen werden. Es müssen neue Gesichter her. Das Beispiel der CDU und Angela Merkels beweist, dass daraus eine neue Erfolgsgeschichte entstehen kann. Nichts ist unmöglich. Allerdings ist nichts mehr möglich mit Frank-Walter Steinmeier und Olaf Scholz. Ob man auch Andrea Nahles und Sigmar Gabriel zu diesem Kreis rechnen muss, werden die nächsten Monate zeigen; auch sie sind Schröders Gefolgsleute. Einen Neuanfang für die SPD kann es nur mit neuen Gesichtern geben. Wer glaubwürdig wirken will, muss entsprechend handeln: Besser heute als morgen.

3. Distanzierung von der Agenda 2010, Hartz und der Rente mit 67

Die Wählerinnen und Wähler sehen Agenda 2010, Hartz-Reformen und Rente mit 67 als Verrat an sozialdemokratischen Ideen und den Menschen in diesem Land an. Das zeigt und beweist jede Umfrage. Es ist erforderlich, dass die SPD sich von diesen politischen Entscheidungen mit aller Deutlichkeit distanziert. Eine offizielle und glaubwürdige Entschuldigung der neuen Parteiführung, an die Öffentlichkeit und die Menschen gerichtet, ist dabei unumgänglich. In der Opposition muss die SPD eine Alternative zu den genannten Reformen ausarbeiten. Die SPD hat einen Gesellschaftsplan alternativ zu der bisher vertretenen neoliberalen Lehre zu entwickeln. Möchte die SPD in Zukunft eine Alternative zu Schwarz-Gelb sein, ist dieser Schritt einer der wichtigsten. Die Agenda und die Rente mit 67 waren Sündenfälle sondergleichen, die durch nichts zu entschuldigen sind. Es ist nicht zu verstehen oder nachzuvollziehen, dass es innerhalb der SPD immer noch Mitglieder gibt, die das nicht verstehen. Es beweist nur, wie weit sich manche Teile innerhalb der Partei von den Menschen entfernt haben. Dies gilt es vorrangig, zu korrigieren.

Hier der komplette Artikel.

Internet Release of Zeitgeist 3

Wie ich nun eben gelesen habe, kommt Zeitgeist Moving Forward erst am 25. Januar fürs Internet raus. Dachte eigentlich am 15., aber dies war nur das Datum für die Kinourauführung.

Wem Zeitgeist nichts sagt, der sollte besser mal hier klicken :o)

Let’s Make Money

Let’s make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.
Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. Let’s make MONEY zeigt uns einige Zwischenstationen dieser Geldvermehrungsreise, wie die Schweiz, London oder Jersey. Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche, um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzten die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen. So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.

 

Fällt euch was auf?

Copy paste von Zeitgeistlos.

Die große Wirtschafts- und Finanzkrise ist vorbei. Natürlich wird es auch keine mehr geben. Natürlich nicht. Die nächste Wirtschaftskrise ist zwar schon längst da, aber sie heisst eben nicht so. Aus Wirtschaftskrise macht man nun die Eurokrise. Ob Finanz-, Wirtschafts- oder Eurokrise, die Bezeichnung ändert sich, das korrupte und völlig marode System bleibt. Leider wird ein Großteil der Bevölkerung diese Zusammenhänge nicht erkennen. Man stülpt der Krise einen anderen Zusatz auf und will uns damit weismachen, dass jede Krise einzigartig sei und mit der letzten nichts zu tun habe. So werden wir noch viele Krisen durchleben und den Blick für das große Ganze verlieren.

Die Krise heisst Kapitalismus.