Plastik über alles

von oscar

Vor einiger Zeit haben wir in der Uni das Problem Plastik mit seinen Vorteilen und seinen vielen Nachteilen behandelt. Im Endeffekt sind wir zu dem Standpunkt gekommen, dass die Wegwerfgesellschaft in der wir leben noch zu abhängig vom Plastik ist.

Wir verpacken unsere Lebensmittel damit, wodurch sie deutlich länger haltbar bleiben, transportieren in Plastikflaschen bequem unsere Getränke und um ehrlich zu sein, möchte kaum jemand auf diesen Komfort verzichten, da es leicht ist und man es nicht mit sich rumschleppen brauch nach dem Verzehr.

Es gibt mittlerweile auch viele Alternativen, wie z.B. der Werkstoff der Firma Tecnaro, welcher so vielfältig eingesetzt werden kann wie Kunststoff.

„Der neue Werkstoff kann als flüssiges Holz bezeichnet werden“, sagt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. „Das Material kombiniert die positiven Eigenschaften von Holz und Kunststoff und eignet sich für technisch anspruchsvolle Anwendungen.“ Je nach Mischung könnten bestimmte Materialeigenschaften gezielt erzeugt werden – ganz so, wie es das jeweilige Produkt fordere. Nun könnten auch Designs angeboten werden, die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bisher nur mit Kunststoff zu verwirklichen gewesen seien.

Das ist auch nur eines vieler Beispiele. Leider ist bis Dato nicht viel davon in die Realität umgesetzt worden, weshalb wir nun auch weiter fröhlich unseren Planeten so verseuchen werden, dass unsere Kinder, oder spätestens unsere Kindeskinder auf einer Müllkippe leben werden, wie dies schon in dritte Weltländern zu beobachten ist.

Jeder sollte sich diese Frage mal tatsächlich stellen und überlegen, was er und sie so beiläufig täglich auf den Boden werfen nach dem Motto: „Die Stadtreinigung wird das schon demnächst aufheben und wegwerfen“. In der Realität verhält es sich jedoch anders. Durch die Bioakkumulation erhöht sich die Konzentration von Giften, welche sich im Boden, Wasser und in unserer Nahrungskette anreichern ständig, was langfristig zu einer noch höheren Krankheitsanfälligkeit führen wird.

Und irgendwann werden wir uns fragen, weshalb die Menschheit so schnell an Krebs dahinrotten wird. Sicherlich liegt das nicht nur am Plastik. Dies hat noch eine Menge mehr Gründe und damit meine ich nicht die „globale Klimaerwärmung“. Über dessen Existenz lässt sich streiten, sicherlich jedoch nicht über die Verschwendung von natürlichen Ressourcen und den Raubbau an der Natur. Einen gute Idee hatte dazu mein VWL Professor, welcher vorgeschlagen hat, Ländern der dritten Welt, ihre Schulden zu erlassen und dafür ihre Wälder zukaufen um sie nachhaltig auch vor Rodung und Abholzung zu schützen.  Eine nette Idee wie ich finde, jedoch liegt das Problem viel tiefer,weit unten, am Abgrund des Meeres wo das Plastik noch nicht komplett angekommen ist und die letzten Biotope verstopft. Es ist das kapitalistische Problem mit der Verdummung der Massen, welches die Menschen vom eigens produzierten Unterschichten Fernsehen und kranken Weltanschauungen verleiten lässt, um sie nicht mit den echten Probleme zu konfrontieren.

Solange nicht jeder selbst von sich, ja auch ich, wie ich ehrlicher Weise zugeben muss, von diesen Sünden lässt, um vielen Menschen ein Vorbild, oder nennen wir es Vorarbeiter zu sein, so lange wird sich die Gesellschaft in der wir leben nicht ändern und die Natur auch nicht erholen.

Dazu ein Film über Plastik. Schaut ihn euch an, wenigstens nur den Anfang..

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