Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien

von oscar

In der Schweiz ging in diesem Sommer das erste Wasserwirbelkraftwerk ans Netz. Bauherr ist die Schweizer Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz (GWWK), welche vor kurzem den Schweizer Energiepreis Watt d’Or verliehen bekommen hat .

Das Prinzip ist denkbar einfach: Das Wasser wird über einen Einlaufkanal zum runden Rotationsbecken geführt und durch eine zentrale Abflussöffnung in der Mitte des Beckenbodens in eine Rotationsbewegung versetzt. In diesen Wasserwirbel wird ein Rotor gestellt und die Rotationsenergie in einem Generator in elektrische Energie umgewandelt, der den Naturstrom dann auch ins Stromnetz einspeist.

Das Funktionsprinzip kann bereits bei geringen Fallhöhen ab 0,7 Metern und einer durchschnittlichen Wassermenge von 750 bis 1.000 Litern pro Sekunde angewendet werden. Die sind auch bei einem kleinen Fluss oder Bach sehr schnell erreicht. Es werden langsam drehende Rotoren eingesetzt, die für Treibgut, Fische, Krebse oder Schnecken durchgängig sind.

Auch in der Windenergie gibt es Neuigkeiten. So hat ein 19jähriger Abiturient ein neues, kleines Windrad entwickelt, welches für den privaten Hausgebrauch u.a. gedacht ist.

So hat der „BreezeBreaker 500“ zwei statt der üblichen drei Rotorblätter und sie werden nicht etwa aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Kohlenstofffasern gefertigt. Das von Unger entwickelte und patentierte aerodynamische Profil wird aus einem Stück Aluminiumblech gefaltet. Der Clou: Ein zweiter Flügel, der über dem Hauptprofil platziert wird, sorgt dafür, dass die Strömung länger an der Haupttragfläche anliegt. Das erhöht nach Angaben des Erfinders den Auftrieb um bis zu 30 Prozent. Die Anlaufgeschwindigkeit des rund 1,5 Meter messenden Rotors liegt dementsprechend bei drei Metern pro Sekunde, erklärt der Erfinder.

Schlechte Nachrichten gibt es jedoch leider auch. Und zwar haben die deutschen Solarenergie Hersteller sich von der chinesischen und amerikanischen Konkurrenz überholen lassen, da sie sich auf die Massenproduktion vorwiegend konzentriert haben.

„Die Hersteller haben sich zu lange auf den Ausbau der Massenfertigung konzentriert und dafür kostensenkende Neuentwicklungen auf die lange Bank geschoben“, sagt Gerd Stadermann, Geschäftsführer des Forschungsverbunds Erneuerbare Energien. Zwar senkt auch Massenproduktion die Preise, aber für die Wirtschaftlichkeit von Solarmodulen ist ein anderer Faktor noch wichtiger: der Wirkungsgrad. Jeder zusätzliche Prozentpunkt Wirkungsgrad senkt, so die Faustregel, die Kosten um sieben Prozent, da pro Watt weniger Material benötigt wird.

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