Dioxin

von oscar

„Das bisschen Dioxin bringt einen schon nicht um.“ „Es ist erst gefährlich wenn sie 5-6 Dioxin verseuchte Eier essen, bei Kindern reicht eines.“ So, oder ähnlich hieß es heute im Morgenmagazin der öffentlich Rechtlichen.

Fangen wir jedoch mal von Vorne an.

Ende Dezember hat die Firma Harles & Jentzsch erhöhte Dioxinwerte in ihren Futtermitteln festgestellt und daraufhin die zuständigen Behören verständigt. Diese Futtermittel, bei denen es sich um pflanzliche Mischfettsäure handelt, stammen vom Emdener Biodieselhersteller Petrotec AG ab.

Unklar blieb bis heute nun der Weg auf dem das Dioxin, welches bei Proben um bis zu 78-fach zu hohe Werte aufwies. Offiziel heißt es nun:

Pflanzenschutzmittel sind nach Erkenntnissen der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch die Quelle für die Dioxin-Verseuchung von Futterfetten der Firma Harles und Jentzsch. Das gehe nach Einschätzung von Experten „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ auf die spezielle Verteilung von Dioxin- und Furanverbindungen hervor, die in einer Fettprobe der zu dem Unternehmen gehörenden Spedition Lübbe nachgewiesen wurde, teilte Foodwatch am Montag in Berlin mit.

Na das nenn ich doch mal ein Glück – damit konnte ja NIEMAND rechnen. Pflanzenschutzmittel. Schade eigentlich, ich habe eigentlich schon gehofft, dass die Firmen wie im Allgemeinen üblich, ihre Gifte direkt ins Futter mischen.

Groß war aber auch das Geschrei der Politik und deren lobbyisierenden Mittätern, welche nur auf so einen Skandal gewartet haben, um wieder mehr unnütze Gesetze verabschieden zu können. Dabei sind zu Mindest einige Neuigkeiten zum Vorschein gekommen, die einen jedoch nicht wirklich überraschen.

Trotzdem ist das Kontrollsystem bei Futter und Lebensmitteln erschreckend lasch. Etwa 1200 zusätzliche Stellen bräuchte man, um die Verfahren angemessen sicher zu machen, schätzt Martin Müller, Vorsitzender des Bundesverbands derLebensmittelkontrolleure.

Auffallend wenig hört man über die toxische Wirkung des Dioxin. Länder wie die Slowakei, Großbritannien und Südkorea haben Einfuhrverbote für deutscher Hühner- und Schweinprodukte ausgesprochen, da Dioxine einige der tödlichsten Chemikalien sind, die jemals hergestellt wurden.

Dioxin lagert sich in den Fettzellen unseres Körpers ab und bleibt dort bis zum Ende unseres Lebens. Es baut sich kumulativ vom Zeitpunkt unserer Geburt an auf, so dass durch einen vermehrten Kontakt mit Dioxin auch ein erhöhtes Risiko entsteht.

Achso! Deswegen brauchen wir uns also keine Sorgen zu machen. Wir sind ja, also mit einigen wenigen Ausnahmen (Hartz4 Empfänger) Nazi-Übermenschen und somit Resistent gegen Gifte! Puh na dann nochmal „Schwein“ gehabt. Dann verstehe ich auch, weshalb das Bundesagrarministerium keinen Anlass für Verkaufs- und Einfuhrverbote für deutsche Lebensmittelprodukte sieht.

Wie Fefe dazu sagen würde: Darauf erstmal einen Chicken McNuggets!

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