Zukunftsmusik

von oscar

Wenn ich mir heut zu Tage die neuen Autos anschaue, denke ich mir oft tolle neue Technik, unbezahlbarer Preis und wenn etwas kaputt geht, kann man kaum mehr noch etwas selbst reparieren und muss das Gefährt in die Werkstatt bringen.
Da kommt es dann noch dazu, dass die Leute vor Lauter komplizierter Technik selbst den Überblick verlieren und im schlimmsten Fall das Auto aus der Werkstatt ohne Fehlerbehebung, dafür mit dicker Rechnung zurückbekommen.

Im vergleich zu früheren Zeiten, wo man sich ein Auto gekauft hat und dieses 20 Jahre behalten konnte, ohne das schwerwiegende Schäden entstanden sind, sind nun auch vorbei. Heute werden Fahrzeuge leider nicht mehr so konstruiert, verzinkte Karossen sind Geschichte.
Wenn das Auto 5 Jahre auf dem Buckel hat, wird es verkauft und man gönnt sich sofort ein nagelneues – so wie die Konzerne es sich eben wünschen.
Man muss eben die Aktionäre mit satten Dividenden versorgen.

Doch siehe da, die Daimler Ingenieure haben sich nun etwas ganz neues ausgedacht. Ein Auto, welches wächst und wenn es kaputt geht, kann man es kompostieren!

Wenn es je ein Ökoauto gegeben hat, dann dieses: Biome heißt das Konzept, das der deutsche Automobilkonzern Daimler auf einer Designshow am Rande der US-Automesse in Los Angeles vorgestellt hat. Das Auto soll komplett aus biologischen Materialien bestehen und weder bei der Herstellung noch im Betrieb oder beim Abwracken die Umwelt belasten.

Als Treibstoff der Biome dient Bionectar 4534. Das ist eine Flüssigkeit, in der das Baumaterial Sonnenlicht speichert. Praktisch: Karosserie, Chassis und Innenausstattung sind dann gleichzeitig auch der Tank. Wie aus dem Spezialnektar Vortrieb generiert werden soll, hat Daimler indes nicht mitgeteilt. Aber dafür ist das Abgas höchst umweltverträglich: Wie bei Pflanzen üblich, produziert der Antrieb reinen Sauerstoff. Der Biome dürfte damit das erste Auto sein, das der Umwelt nützt, wenn es bewegt wird. Und auch am Ende seines Lebens: Dann soll es nämlich vollständig kompostiert werden können.

Einfach nur krass. Das Teil soll nur 400KG wiegen und stabiler als Stahl sein.
Hier ein Link, wo ihr euch auch Konzepte anderer Hersteller anschauen könnt. Es ist sehr zu empfehlen.

Und apropos Zukunftsmusik. Die Firma Bose hat dieses Jahr ein neues Federrungssystem vorgestellt, welches beispielsweise Schlaglöcher schon vorher erkennt und zum richtigen Zeitpunkt entgegenfedert. Schaut es euch einfach selbst an.

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