Aufgelesenes zu Stuttgart 21 #2

von oscar

Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll (FDP) hat den Gegnern des Projekts in einem Interview Bequemlichkeit vorgeworfen. „Die Menschen sind in zunehmender Zahl sehr unduldsam und wohlstandsverwöhnt“, sagte er der „Financial Times Deutschland“.

Das Land habe sich zu weit von den Werten des Wirtschaftswunders entfernt. „Man denkt nicht an die kommende Generation, sondern nur daran, dass einem nichts passiert, was einem selbst lästig ist“, fügte Goll hinzu.

„Unduldsam und wohlstandsverwöhnt!“ sagt der Mann. Soso, da frage ich mich, ob er nun sich selbst und seine Kumpanen damit meint. Denn die vornehmen Leute haben schon seit geraumer Zeit mit ihren neuen Gesetzen und Verträgen aufgehört an die kommenden Generationen zu denken.

Der Spiegelfechter hat dazu auch eine sehr interessante Doku bei sich gepostet, mit dem Titel Lobbykratie – die inoffizielle Macht.

Auch bei Ad-Sinistram gibt es heute einen Artikel zu dem geistigen Erbrechen des Bahn-Chefs Grube. Hier ein Auszug:

Vergesst nicht, schwäbische Sturköpfe: ihr seid Bürger dieses Landes. Und als solche habt ihr keine Identitätskarte wie in anderen Ländern, kein identity document, kein documento de identidad, keine carte d’identité, nessuna carta d’identità; ihr habt einen Personalausweis! Ihr seid Personal dieses Landes! Personal eures Chefs und Personal eurer Nation! Der Deutschland AG! Personal muß buckeln, muß sich wegducken, darf keine Widerrede im Munde führen und soll nicht die Betriebsabläufe stören. Geschieht es dennoch, so könnte man euch kündigen. Und was tun die gütigen Herrn dieser Demokratie? Sie sind milde! Sie lassen euch nur prügeln, damit sie euch nicht entlassen müssen.

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